Rechtsanwalt und Mietrecht

von Rechtsanwalt Sönke Nippel in Remscheid

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Einführung

Betriebskosten im Mietrecht

Stand: 23. Juni 2023

VG Wort - ZählpixelStreit über Betriebskosten beginnt oft bei der Einordnung als übernahmefähige Nebenkosten und der Frage, was rechtlich überhaupt darunter fällt. Von dort führt der Weg über einzelne Betriebskostenarten, z. B. Hausmeisterkosten, weiter zur vertraglichen Betriebskostenvereinbarungen und endet nicht selten bei der Überprüfung der Betriebskostenabrechnung.

Die folgende Gliederung führt Sie systematisch durch diese Problemfelder –
von der Begriffsabgrenzung über einzelne Kostenpositionen bis hin zu Abrechnung, Fristen und Sonderfragen.

1. Begriff, Abgrenzung2. einzelne Betriebskostenarten3. Vereinbarungen4. Umlagemaßstab5. Vorauszahlungen6. Abrechnung7. Einwendungsausschluss8. allgemeine Fragen

1. Begriff, Abgrenzung


Wo wird der Begriff der Betriebskosten definiert?
Wie wird der Begriff der Betriebskosten abgegrenzt?

Betriebskosten sind laufende Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder das Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks entstehen, § 556 Abs. 1 S. 2 BGB.

Nebenkosten sind demgegenüber ein weiter gefasster Oberbegriff. Dazu können auch Kostenpositionen gehören, die nicht auf den Mieter umgelegt werden dürfen.

Zum Einstieg: Definitionen, typische Begriffsverwendungen und erste Abgrenzungen.

  • Nebenkosten und Betriebskosten – Begriff, Vereinbarung und Abgrenzung (§ 556 BGB)

    Was sind Nebenkosten? Was sind Betriebskosten im Sinne der BetrKV? Systematische Einordnung nach § 556 BGB: Vorauszahlung, Pauschale, Inklusivmiete und Abgrenzung zur Grundmiete.

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  • Durchschnittliche Betriebskosten pro m² 2025: Nebenkosten im Vergleich & Bewertung

    Wie hoch sind die durchschnittlichen Nebenkosten pro Quadratmeter? Aktuelle Werte 2025, Entwicklung seit der Energiekrise, Rechenbeispiele und rechtliche Einordnung.

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Was bedeutet „laufend entstehend“?

Betriebskosten müssen regelmäßig entstehen. Es genügt, dass sie fortlaufend anfallen. Eine jährliche Entstehung ist nicht zwingend.

Wichtig bei Streit über Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung.

  • Instandhaltungskosten und Instandsetzungskosten

    Instandhaltungskosten, Instandsetzungskosten und Wartungskosten als umlagefähige Betriebskosten ... | Rechtsprechung des BGH zu § 2 Nr. 17 BetrKV ...

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2. einzelne Betriebskostenarten


Welche Kosten zählen zu den Betriebskosten?
Wo werden die Betriebskosten aufgezählt?

Die Betriebskostenarten sind in § 2 BetrKV katalogartig aufgeführt. In der Praxis sind vor allem einzelne Kostenpositionen streitanfällig, weil sich dahinter oft Mischpositionen oder Abgrenzungsfragen verbergen.

Häufige Einzelpositionen aus der Abrechnung: Hausmeister, Reinigung, Rauchmelder, Aufzug, Strom.

  • Kosten für den Hausmeister in der Nebenkostenabrechnung

    ... grundsätzlich sind die Kosten des Hausmeisters bzw. des Hauswarts gemäß § 2 Nummer 14 der Betriebskostenverordnung umlagefähig - aber: Dies gilt nicht für …

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  • Kosten der Gebäudereinigung in der Nebenkostenabrechnung – Treppenhaus, qm, Umlage

    Welche Kosten der Gebäudereinigung sind umlagefähig? Wann ist die Treppenhausreinigung nach Quadratmetern zulässig – und welche Reinigungskosten dürfen nicht abgerechnet werden?

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  • Kosten der Rauchmelder

    1. Sind Kosten für Rauchmelder umlagefähig? ... | 2. Was gilt für die Kosten der Miete? ... | 3. Sind die Kosten für die Batterien umlagefähig? ...

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  • zur ordnungsgemäßen Abrechnung der Kosten des Aufzugs

    Abrechnung der Kosten des Aufzugs (Fahrstuhls) ... | Rechtsprechung des BGH zum nutzlosen Aufzug ... | Rechtsprechung zu den Kosten der Instandsetzung ...

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  • Abrechnung von Kosten des Stroms

    Kosten des Stroms sind gemäß der Betriebskostenverordnung umlegbar. § 2 Betriebskostenverordnung nennt unter verschiedenen Positionen Kosten des Betriebsstroms.

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Weitere typische Streitfragen: Versicherungen, Kabelanschluss, formelle Probleme durch Zusammenlegung.

  • Umlagefähigkeit der Mietausfallversicherung

    ... nur die Gebäudeversicherung, die den Mietausfall durch einen Gebäudeschaden deckt, ist umlagefähig ... die Unklarheitenregel gemäß § 305 c BGB greift nicht

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  • Kosten des Kabelanschlusses fallen ab dem 30. Juni 2024 weg

    ... bis zum 30. Juni 2024 gilt, dass die Kosten des Kabelanschlusses als Betriebskosten umgelegt werden können ... dann fällt das Nebenkostenprivileg weg ...

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  • Zusammenlegung von Kostenpositionen entgegen § 2 BetrKV

    Eine Zusammenfassung der in verschiedenen Ziffern von § 2 BetrKV genannten Kostenpositionen kann zur formellen Unwirksamkeit der Abrechnung führen ...

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3. Vereinbarungen


Welche Betriebskosten dürfen umgelegt werden?
Was muss im Mietvertrag geregelt sein?

Umlagefähig sind nur Betriebskosten, deren Tragung mietvertraglich vereinbart ist, § 556 Abs. 1 S. 1 BGB. In der Praxis spielt die Frage eine Rolle, ob die BetrKV wirksam einbezogen wurde und ob Pauschale oder Vorauszahlung vereinbart ist.

Ein häufiger Streitpunkt ist weniger die Überschrift im Vertrag, sondern die konkrete Ausgestaltung der Vereinbarung und die spätere Abrechnungspraxis.

  • Betriebskostenvereinbarung im Mietvertrag

    Betriebskosten im Mietvertrag: Wann ist eine Umlage wirksam vereinbart? Unterschied zwischen Pauschale und Vorauszahlung, Einbeziehung der Betriebskostenverordnung und Folgen unwirksamer Klauseln nach § 556 BGB.

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4. Umlagemaßstab


Wo sind Abrechnungsmaßstäbe geregelt?
Wie sollen die Kosten verteilt werden?

Für den Abrechnungsmaßstab ist regelmäßig § 556a Abs. 1 S. 1 BGB zentral. Häufig wird nach Wohnfläche verteilt. Je nach Kostenart kann aber auch ein verbrauchsabhängiger Maßstab maßgeblich sein.

Wenn es um Verteilungsschlüssel geht, sind diese beiden Beiträge oft der schnellste Einstieg.

  • Die Wohn- und Nutzfläche als zulässiger Verteilungsschlüssel

    ... die Wohnfläche ist als Verteilungsschlüssel für die Umlegung der Betriebskosten grundsätzlich geeignet | im Einzelfall kann der Maßstab aber unbillig sein .

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  • Gradtagszahlen in der Heizkostenabrechnung

    ... Gradtagszahlen können zur Berechnung der Heizkosten herangezogen werden ... | 1. verbrauchsabhängige Heizkosten ... | 2. verbrauchsunabhängige Kosten ...

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5. Vorauszahlungen


Welche Vorauszahlungen sind zulässig?
Wann darf der Betrag angepasst werden?

Vorauszahlungen können mietvertraglich vereinbart werden, § 556 Abs. 2 BGB. Die Vorauszahlungsbeträge sollen sich an den zu erwartenden Betriebskosten orientieren.

Eine Anpassung ist nach einer Abrechnung möglich, § 560 Abs. 4 BGB. In der Praxis kommt es häufig auf die Frage an, ob die geforderte Anpassung nachvollziehbar und angemessen ist.

Hier finden Sie die zentralen Konstellationen: Nichtabrechnung, Erhöhung, Überblick zum Vorauszahlungs- und Abrechnungssystem.

  • Nichtabrechnung von Betriebskostenvorauszahlungen

    Im bestehenden Mietverhältnis über Wohnraum kann der Mieter nicht die Rückzahlung der geleisteten Zahlungen verlangen, er hat aber ein Zurückbehaltungsrecht ...

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  • Erhöhung der Heiz- und Betriebskostenvorauszahlungen

    Wann können Mieter und Vermieter eine Anpassung verlangen? ... | Was bedeutet "angemessene Höhe? ... | Kann ein Sicherheitszuschlag geltend gemacht werden? ...

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  • Nebenkosten – Vorauszahlungsanspruch, Abrechnung, ...

    1. Vorauszahlungsanspruch des Vermieters ... | 2. Erteilung der Nebenkostenabrechnung ... | 3. Nebenkostenpauschale ... | 4. Belegeinsichtsrecht ...

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6. Abrechnung


Wie lange kann der Vermieter Betriebskosten nachfordern?
Was ist bei einem Vermieterwechsel zu beachten?
Wann ist eine Abrechnung fehlerhaft?

Die Betriebskostenabrechnung ist der häufigste Konfliktbereich. Typische Probleme betreffen die Abrechnungsfrist, formelle Mindestanforderungen, die Nachvollziehbarkeit einzelner Positionen und Fehler beim Verteilungsschlüssel.

Grundlagen und typische Spezialfälle der Abrechnung: Überblick, Fristen, Vermieterwechsel, Vorwegabzug.

  • Abrechnung der Nebenkosten

    Welche Kosten können umgelegt werden? ... Welche Kosten können nicht umgelegt werden? ... Welche Fristen gelten für die Nebenkostenabrechnung? ... Was muss ...

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  • vertraglich vereinbarte Abrechnungsfrist

    ... die vertraglich vereinbarte Abrechnungsfrist für die Betriebskosten ist keine Ausschlussfrist | ... es gilt die in § 556 Abs. 3 S. 2 BGB Abrechnungsfrist ..

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  • Abrechnung von Nebenkosten beim Vermieterwechsel

    ... der frühere Vermieter bleibt für abgeschlossene Abrechnungsperioden zuständig ... | ... der neue Vermieter muss die laufende Abrechnungsperiode abrechnen ..

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  • Betriebskostenabrechnung – unterlassener Vorwegabzug

    Betriebskostenabrechnung | ... unterlassener Vorwegabzug bei teilweiser gewerblicher Nutzung als schwerer Fehler | ... formelle Rechtmäßigkeit der Abrechnung

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  • Klage auf Abrechnung der Nebenkosten – Muster & Voraussetzungen

    Muster für eine Klage auf Erteilung der Nebenkostenabrechnung. Voraussetzungen der Abrechnungsreife, Streitwert und rechtliche Grundlagen für Mieter.

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Formelle Fehler: Wenn Gesamtkosten, Schlüssel oder Rechenwege fehlen, ist die Abrechnung oft bereits angreifbar.

  • Zur formellen Rechtmäßigkeit einer Nebenkostenabrechnung

    Zur formellen Rechtmäßigkeit einer Nebenkostenabrechnung – fehlen die Gesamtkosten sowie Umlageschlüssel ist die Abrechnung bereits formell nicht rechtmäßig ...

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  • Anforderungen an eine ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung

    Anforderungen an eine formell ordnungsgemäße Betriebskostenabrechnung durch den Vermieter, § 556 BGB ...

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  • Er­hö­hung von Be­triebs­kos­ten – Wirt­schaft­lich­keits­ge­bot

    Wann sind Betriebskosten „unwirtschaftlich“? Wie der Betriebskostenspiegel des DMB als Vergleichsmaßstab genutzt wird, welche Rolle § 556 Abs. 3 BGB spielt und wann Gerichte nach § 287 ZPO schätzen.

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7. Einwendungsausschluss


Was versteht man unter einem Einwendungsausschluss?
Innerhalb welcher Frist muss die Abrechnung beanstandet werden?

Einwendungen gegen die Abrechnung müssen grundsätzlich spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitgeteilt werden, § 556 Abs. 3 S. 5 BGB. Nach Ablauf der Frist können Einwendungen ausgeschlossen sein, § 556 Abs. 3 S. 6 BGB.

In der Praxis spielt außerdem die Belegeinsicht eine zentrale Rolle. Viele Fragen lassen sich erst nach Einsicht in die Unterlagen sachgerecht prüfen.

Einwendungen und Belegeinsicht: Fristen, Ausnahmen und praktische Durchsetzung.

  • Einwendungen des Mieters gegenüber der Nebenkostenabrechnung

    1. Form der Einwendungen ... | 2. Ausnahmen vom Einwendungsausschluss ... | a) nicht umlegbare Kosten ... | b) Wiederholung der Einwendungen ... | c) Treu und Glauben ...

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  • Ein­sichts­recht des Mie­ters in die Be­le­ge

    1. Inhalt des Einsichtsrechts... | 2. Ort des Einsichtsrechts ... | 3. Verweigerung der Belegeinsicht durch den Vermieter ... | 4. Musterschriftsatz ...

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8. Allgemeine Fragestellungen


Wie müssen Heizkosten abgerechnet werden?
Welche Kürzungsrechte gibt es?
Wann ist ein Guthaben aus der Abrechnung unpfändbar?

Neben den „klassischen“ Abrechnungsfragen treten besondere Konstellationen auf. Das betrifft insbesondere die Heizkostenabrechnung nach der Heizkostenverordnung, mögliche Kürzungsrechte sowie Sonderfragen wie die Unpfändbarkeit eines Erstattungsanspruchs.

Heizkosten, Kürzungsrechte und Sonderfragen.

  • Abrechnung nach der HeizkostenVO

    1. Versorgung mit Wärme und Warmwasser ... | 2. Inklusivmieten / Pauschalen ... | 3. Vorrang der Heizkostenverordnung ... | 4. Pflicht zur ...

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  • Kürzungsrechte gemäß § 12 Heizkostenverordnung

    § 12 HeizkostenV enthält drei Kürzungsrechte ... | 1. ... nicht verbrauchsabhängige Abrechnung ... | 2. keine fernablesbaren Erfassungsgeräte ... | 3. ...

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  • Unpfändbarkeit des Guthabens aus Betriebskosten

    Der Erstattungsanspruch des Mieters aus einer Betriebs- und Heizkostenabrechnung des Vermieters ist unpfändbar, wenn der Mieter Bürgergeld bezieht ...

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Rechtsanwalt Sönke Nippel
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